Varkala Beach, 1. Oktober 2009, 22:46 Ortszeit.
Der erste Oktober ist jetzt also schon. Bitter, bitter, unsere Reise neigt sich langsam aber bestaetig dem Ende zu. Nur noch acht mal schlafen und dann war es das. Dafuer halten wir das Finish entspannungstechnisch auf ziemlich hohem Niveau, aber reden wir zuerst ueber das Vergangene, so viel ist es ohnehin nicht:
Getrennt haben wir uns vor fuenf Tagen in Cochin, aber der Plan ging nicht so ganz auf. Munnar mit seinen von vielen Seiten hoch gelobten Tee- und Gewuerzplantagen mussten wir genau so wie den Nationalpark ausfallen lassen, da die Steffi es vorgezogen die Zeit anders zu nutzen. Zwei Tage hat sie halb halb im Bett und am Klo verbracht und im Spital waren wir auch noch. Nach dem Tropf und einer Spritze in den Popsch um zusammen 6 Euro war sie fit genug um zu den anderen aufzuschliessen und so sind wir vor drei Tagen hier in Varkala eingetroffen. Beherbergen tut uns die ueber alle Masse freundliche Familie im Jicky’s, keine 100 Meter vom Strand entfernt. Hier passiert nicht viel, ausser den ueblichen Aktivitaeten, konkret Schlafen, Essen (!!!), am Strand liegen, Ayurveda Masssagen und massenweise Zerstreuung. Vor allem diese Lifestyle Sache hat es uns angetan. Ramin und Albo sind schon fortgeschritten, sie sind bei Gesichtstherapien angelangt, bei denen ihnen eine halbe Stunde lang warmes und kaltes Oel (Palmen, Blueten, nicht Bratfett oder sowas) ueber die Stirn gegossen wird. Ok. Steffi stuerzt auf Reiki und ich bin mit meiner Special Kerala Ayurvedic Rejuvenation Full Body Massage auch ganz zufrieden. Gestern haben wir sogar Yoga gemacht, hier fallen irgendwie alle Hemmungen.
Kommen wir zu dem wichtigsten Teil dieses Beitrags, naemlich den Bildern. Es ist so bitter fuer mich sie in dieser Qualitaet herzeigen zu muessen, aber ausser Paint gibts hier einfach nix. Wir koennen froh sein, dass es ueberhaupt Strom gibt, zumindest ein paar Stunden am Tag.
1. Londa. Wir erinnern uns an den vorigen Beitrag, Londa ist einfach ein kleines Kaff mitten im Nirgendwo und die Menschen dort sind von unserer Ankunft sehr angetan.


2. Hampi. Die ersten drei Bilder zeigen Hampi Bazaar mit dem Haupttempel und teilen sich in das Panorama vom Huegel nebenan, eine Detailstudie und den Moment in dem die Elefantendame Lakshmi der Steffi einen Segen gibt fuer eine Rupie.



Weiter gehts mit dem fuer Teile der Gruppe qualvollen Aufstieg auf den hoechsten Punkt in der Umgebung mit dem sagenhaften Panorama auf Hampi und die beeindruckende Landschaft. Sogar eines der seltenen Bilder Photos mit uns allen zusammen ist dabei. Zum Schluss eine Szene auf der Hauptstrasse von Hampi Bazaar.




3. Ein schneller Blick auf die gute General Class. Man wird meinen, es waere nicht so schlimm, war’s wie gesagt auch nicht, aber der Teufel steckt da erstens im Detail und zweitens ist das Gesamtbild auch ordentlich abstossend.

4. Strassenszenen aus Bangalore. Das Hotel ist mitten in einem Basarviertel und obendrein ziemlich klein, was zu elends langen Suchaktionen mit Annaeherungstaktik fuehrt. Das Problem ist, die Stadt schaut am Morgen ganz anders aus als untertags und nochmal ganz anders am Abend und letztendlich muessen wir eh einen Rikschafahrer bezahlen, der die Hittn fuer uns sucht. Hilft alles nix.




5. Bilder aus Fort Cochin: Zuerst die von uns okkupierte letzte Bleibe von Vasco da Gama, das Cafe Bob Marley gleich die Gasse weiter runter, in der Riksha auf dem Weg ins juedische Viertel Pondicherry und zum Schluss warten wir vor dem Teehaus bis der hier in Kerala fast schon von Sekunde auf Sekunde einsetzende Monsoon schwaecher wird.




6. Szenen von der Fahrt von Cochin nach Varkala (in der offenen Waggontuer Zug zu fahren gehoert wohl zu meinen Lieblingsbeschaeftigungen hier). Ueberschwemmte Reisfelder nach einer durchregneten Nacht, ein vorbeifahrender Zug und schlussendlich ein kurzer Stop in einem kleineren Dorf irgendwo in der Pampa. Auf diesem Bild ganz schoen zu erkennen ist die traditionelle Beinkleidung der Maenner in Kerala, der Yogi oder so aehnlich und obendrein sieht man schoen wie man in diesem Land mit der Umwelt umgeht. Mistkuebel gibt es so gut wie nie, der Muell landet einfach auf der Strasse.



7. Varkala Beach, unser derzeitiger Aufenthaltsort. Die ersten drei Bilder zeigen den Strand, der nur sehr schmal und kurz ist und bei Flut sogar fast vollstaendig ueberschwemmt wird. Am fuenf Punkten kann man von den Klippen ueber Steintreppen nach unten steigen, oben spielt sich die ganze Action ab. Restaurants, Shops, Hotels, das Typische eben. Am dritten Bild sieht man bei genauem Hinsehen Albo und Ramin mit Boogie Boards den Strand entlanglaufen. Die Stroemung und die Wellen sind hier unglaublich stark, man wird sofort abgetrieben und der Bademeister pfeift die ganze Zeit. Fun, fun, fun!



Zu guter letzt sieht man noch wie sich die Steffi auf morgen Frueh vorbereitet und Albo bei der Pause zwischen den beiden Hauptgaengen im Cafe del Mar direkt ueber dem Strand. Wir essen unverschaemt viel.


Nach dem Skype Gespraechen mit Video muss ich sagen freu ich mich schon richtig unsere Freunde wieder zu sehen, das macht den Gedanken an die auslaufende Zeit in Indien irgendwie besser. Es ist eigentlich schon Vendetta, aber wenn ihr mein Zimmer zerschaendet habt, dann werden wir im Winter keine gemuetliche Zeit miteinander verbringen koennen, des sog i eich!
Wie es weitergeht laesst sich leicht sagen. In 15 Minuten sperren sie den Internetschuppen zu, wir gehen chillen und dann schlafen. Dann noch einmal den Tag am Strand geniessen und uebermorgen um 11 Uhr besteigen wir unser Hausboot. Ich hoffe wir finden nochmal Zeit fuer einen letzten Eintrag, ansonsten:
Namaste!